Fliegen

Poetry-Slam:

Manchmal versuchen wir uns selbst zu zeigen,
wir laufen rum und versuchen uns zu entscheiden,
dabei vergessen wir, wir selbst zu sein.

Denn wenn ich mich demaskiere,
wenn ich von dem Hochhaus runter sehe,
befällt mich eine Angst.
Eine Angst doch nicht fliegen zu können,
obwohl ich könnte,
wenn ich meine Arme nur strecken würde.

Manchmal stelle ich mir vor zu rennen,
über all die grünen Wiesen,
über Wege in die Unendlichkeit.
Dabei versinke ich in verschleiernde Träume,
ohne meine Träume und die Realität zu vereinen.
Denn wenn ich laut runter rufe
und ein Echo mir entgegen kommt,
dann höre ich nur meine eigene Stille,
die mir lauthals entgegen schreit.

So gehe ich doch jeden Tag erneut den Tag entlang,
die Medien fangen uns alle ein in ihren Bann,
wodurch wir wie Roboter funktionieren.
Aber ich möchte nicht mechanisch funktionieren,
sondern meiner metallenen Haut entgegenwirken
und meine Stecker im Gehirn neu verbinden.

Denn wenn ich mich demaskiere,
wenn ich von dem Hochhaus runter sehe,
befällt mich eine Angst.
Eine Angst doch nicht fliegen zu können,
obwohl ich könnte,
wenn ich meine Arme nur strecken würde.

Ein Lied flüstert mir die Sehnsucht wieder,
in der wir jeden Tag uns die Wörter bedenken,
die wir gerne laut aussprechen würden, aber nicht können.
Weil wir doch zu einsam sind,
zu alleine in der Melodie unseres Herzens sind
und Angst haben uns selber abzuschrecken.
Dabei sind wir insgeheim doch alle etwas gleich,
obwohl wir individuell und einzigartig sind
und uns nicht demaskieren, obwohl wir könnten.

Dann gehen wir doch wieder wie ein Computer,
versuchen die Momente einzuspeichern.
Momente in denen wir Glück empfinden,
uns in andere Arme finden
und versuchen ein bisschen freier zu sein,
um doch auch wohl etwas gleicher zu sein.

Denn wenn ich mich demaskiere,
wenn ich von dem Hochhaus runter sehe,
befällt mich eine Angst.
Eine Angst doch nicht fliegen zu können,
obwohl ich könnte,
wenn ich meine Arme nur strecken würde.

Doch wenn sich in mein Gesicht ein Lächeln findet,
es versucht die Lichtblicke gleich zu tun,
da kommt immer jemand anderes und macht es kaputt.
So verlaufe ich mich in meiner Opferrolle,
die ich mir selber gegenüber stelle
und beiße mir auf die Lippe.
Denn eigentlich möchte ich mich zeigen,
ohne dabei mich selber zu verlieren,
obwohl ich Angst habe, ich selbst zu sein.

Kaum wird man geprügelt von dem Leben,
wird man glauben es gibt keinen Segen,
rennt man vor sich selber wieder weg.
Dabei tragen wir unsere Maske etwas zu fest,
nisten uns ein in unser dunkles Nest
und dabei vergessen wir, wir selbst zu sein.

Denn wenn ich mich demaskiere,
wenn ich von dem Hochhaus runter sehe,
befällt mich eine Angst.
Eine Angst doch nicht fliegen zu können,
obwohl ich könnte,
wenn ich meine Arme nur strecken würde.

Und dann stehe ich wieder dort oben auf dem Hochhaus,
schaue runter und verliebe mich.
Die Sehnsucht nach dem großen Etwas,
singt mir jetzt ein stimmiges Lied.
Denn manchmal wenn wir wirklich wollen
und uns demaskieren und wir selber sind,
dann können wir freier sein als wir denken,
und komponieren unser eigenes Lied,
um uns doch auch nicht selber zu verlieren.

Denn wenn wir doch mal ehrlich sind,
dann sind wir schon viel zu lange maskiert.
Dann können wir uns nicht neu erfinden,
solange wir uns nicht auch verlieren.
Denn wenn wir uns nicht selbst verlieren,
können wir uns nicht selber finden.

Und uns auch nicht definieren.

Denn wenn wir uns demaskieren,
wenn wir von dem Hochhaus runter sehen,
befällt uns keine Angst.
Denn insgeheim da können wir fliegen,
wenn wir einfach unsere arme strecken und fallen.

©JvP


Poetry-Slam vom 13.04.2018

Da ich mitten im Abitur bin, habe ich kaum Zeit für WordPress. Selber schreiben tue ich trotzdem zwischendurch, da es mir ganz einfach hilft und gerne teile ich meine Worte mit euch.
Ich hoffe bald auch wieder bei euch aktiver zu sein, sobald ich durch bin mit dem Abitur! Ich freue mich schon sehr darauf!

Alles Liebe

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Träume

Wenn die Sonne unter geht und die Sterne schauen raus,
in meinem Kopf da sammelt sich ein bunter Farbenapplaus.
Von Welten die nicht entdeckt werden können,
rüber zur schönsten Realität wird in meinem Kopf gesungen.

Die Lichter bilden einen Strudel aus Monde,
die in Gedanken Gestalten annehmen der Fantasie.
Wege breiten sich über den Himmel aus,
begleitet von der schönsten Melodie.

Tanzend über den Wolken und liegend auf dem Wasser,
stehen die Dimensionen in Rotation.
Leben, lebendiger als das pochende Herz,
scheint von den Träumen auserkor’n.

©JvP

Der erste bist du

„Filled with so much negativity, til negativity became me“
-taz

Ich bin so müde von der ganzen Negativität, die hier herrscht.
Müde von der dunklen Atmosphäre, die nicht mehr kehrt.
Müde von den Wörtern, die nur noch Aggressivität in sich tragen.
Müde von der Benachrichtigung, da weiß ich es gibt schon wieder eine Klage.

Ich bin es leid zu helfen, wenn es nicht angenommen wird.
Leid zu versuchen, wenn es letztendlich doch egal ist.
Leid mir Sorgen zu machen und mich zu kümmern.
Leid jeden Tag erneut die mitleidenden Tränen aufzuwischen.

Ich bin genervt von den Menschen, die nichts ändern.
Genervt von mir selbst, denn ich lasse zu, dass sie mich blenden.
Genervt von der Tatsache, dass es manchen gefällt krank zu sein.
Genervt, dass ich mich schuldig fühle für ihr Leid…insgeheim.

Aber vor allem müde bin ich von mir selbst.
Müde, dass ich keine Grenzen setzen kann.
Müde, jedes Mal hier voller Hoffnung rein zu schauen.
Müde, immer wieder mich selbst gegen all die Mauern zu hauen.

Weil ich Hoffnung habe, in jeden hier.
Hoffnung, die ich nur ungern verlier.
Aber ich merke wie ich mich selber verliere, in dieser Verlorenheit.
Wie ich nicht mehr weiß wie ich helfen kann, dass du dich selbst befreist.

Denn ich hab so viel Energie zu vergeben,
für jeden würde es reichen zu leben.
Wenn ihr nur sehen könntet, dass es nichts nützt sich runter zu ziehen.
Wenn ihr anfangen würdet euch zu reparieren.

Denn wenn du nur die Negativität zulässt.
Kein Platz für die Positivität lässt.
Dann wird sich nichts ändern. Dann bleibt es so.
Denn der Erste der etwas ändern muss:
Bist DU.
©JvP

 


Ursprünglich habe ich dieses Gedicht NICHT für WordPress geschrieben, sondern für generell andere soziale Netzwerke. Denn es fällt mir immer mehr auf, wie viele Menschen ihre Negativität auslassen (was durchaus nicht verkehrt ist), dabei aber gar nicht „gesund“ werden möchten. Die sich auslassen, selbst bemitleiden, Mitleid einfordern…aber nichts ändern. Denen man helfen möchte, Hilfe anbietet, die diese nur ausschlagen um dann sagen zu können, niemand interessiert sich für sie.
Und zu dem Thema habe ich nun ein Gedicht geschrieben.

Ich kämpfe jeden Tag und da bin ich nicht die Einzige. Es ist okay auch mal nicht weiter zu können, solange man immer wieder weiter macht. Solange man nicht jeden um sich herum die Schuld gibt. Nicht jeder auf dieser Welt ist Schuld. Auch du bist nicht schuld. Aber auch nicht jeder andere.
Du kannst nur nicht erwartet gerettet zu werden. Denn letztendlich müssen wir uns selber retten. Du kannst dir helfen lassen, aber wenn du nur die Negativität zulässt, wo ist dann Platz für das Positive?

Ihr dürft mir gerne eure Meinung dazu sagen 🙂

Liebe Grüße

7 Jahre

Du kannst mich anketten, du kannst mich foltern, du kannst sogar diesen Körper zerstören,
doch du wirst nie meinen Geist einsperren.
-Gandhi

Dein Hass trugst du mit dir rum
als wären es deine Klamotten
Du prügeltest es in mir rein
so wurde dieser Hass auch mein

Du nahmst mir meinen saubren Körper
nahmst die Seele und hast sie verflucht
Damit jeder der mich im Nachhinein sah
wünschte, seine Augen wären nicht mehr da

Du gabst mir eine neue Haut
so kalt und düster ist sie nun
Damit wenn ich in den Spiegel sehe
du voller Hass auch in mir ruhst

Sieben Jahre warte ich darauf
dass mein Körper sich erneuert hat
Nach alle den Jahren wird es sein mein Glück
dann hab ich meinen eigenen Körper zurück

Jetzt muss ich doch noch etwas warten
nicht mehr lang, dann ist es so weit
Wenn ich dann einundzwanzig bin
hab ich mich endlich selbst befreit.
©JvP

Sag es mir (nicht)

Das Gedächtnis ist ein Ungeheuer.
Es hohlt uns Erinnerungen zurück wann immer es will.
Wir denken wir besäßen eine Erinnerung,
doch sie ergreift Besitz von uns
-Joseph Campbell

Doch schau mir in die Augen
Seh hin und sag was du siehst
Dann erzähl mir von den Lügen
Die du dir selber doch erzählst.

Komm zurück in Eile
Ruf es mir doch zu
Schau die kaputte Seele an
Dann halt mich ganz in Ruh.

Schau, meine Stimme ist verborgen
Die Gedanken sind noch da
Dann sag mir was du erkennen kannst
Auch wenn es ist so unklar.

Alles in mir drin schreit
Schreit, doch ich bin stumm
kannst du mich hören? Sag es mir
Ich werde verrückt und kann nicht mehr.

Leere zerfrisst mich immer mehr
Stunden vergehen, sind einfach weg
Ich bleibe ruhig und atme ein
Die Müdigkeit gibt mir frei.

Seh mich an und sage nichts
Ich weiß, es ist zerstört und bricht
Nimm meine Hand und schau dann weg
Zeige mir, dass es hat einen Zweck.

Zu bleiben in dieser Welt so kalt
Einen Ort an dem ich habe keinen Halt
So halte mich hier, ich bitte nicht
Nimm meine schrecklichen Gedanken an dich!

Sie kommt und hat mich fest im Griff
Hilf mir, lass mich nicht im Stich!
Kälte zittert mir leblos hinein
Was ist, wenn ich nicht mehr kann sein?

Die Tür ist aufgebrochen und geht nicht zu
Alles in mir drin ist in kompletter Unruh
Wie lange noch? Das frag ich dich
Sag es mir, denn ich verliere mich!

©JvP (Gedicht vom 5. Oktober 2017)

 


Alles hat einen Sinn. Sogar das Sinnlose.

Vermissen

Übers Vermissen, schreib ich nicht viel
finde keine Worte, um es zu beschreiben
Habe den Mut nicht, es zu gestehen
um nur nicht schwach aufzutreten

Doch vermissen, tue auch ich
nicht nach Außen, aber im Inneren
Ich vermisse dich, wo du auch bist
weiß nicht, ob du mich auch vermisst

So oft vermissen, das tut weh
doch auch ist es schön, denn man liebt
Manchmal hoff ich, du tust es auch
aber vermiss mich nicht, du sanftes Licht

gib jemand deine Gefühle, verbrauch sie nicht
an mich
©JvP


Mal ein etwas anderer Stil, aber trotzdem meine inneren Worte.

Ich bin endlich durch mit der Prüfungsphase, hoffe also wieder aktiver sein zu können. In April allerdings schreibe ich mein Abitur, also wird dort auch Lernen angesagt sein, bzw. in den Ferien die bald beginnen.

Ich hoffe es geht euch gut?
Ich wünsche euch eine ganz schöne Woche und alles Gute!

Liebe Grüße

Kurze Info

Heyhey 🙂
Ich bin gerade in einer Prüfungsphase und bin deswegen auch bei euch wieder inaktiver!

wollte euch nur eben informieren, weil ich doch in letzter Zeit wieder aktiver war und mich gerade nicht mal bei euch persönlich melde.
Ja…das liegt an der Prüfungsphase, wo eben auch meine Vorabis bei sind^^

Liebe Grüße

ps: ich werde diesen Beitrag später wieder löschen