Lichtblick

Breite deine Flügel aus,
auch wenn der Sturm ist nah‘.
Seh‘ hinauf zum Himmel, Flieger,
und wenn du siehst so unklar.

Steig hoch und schau nicht runter,
verlass die kalte Dunkelheit.
Deine kaputten Flügel halten dich,
auch in der hoffnungslosen Zeit.

Dort oben erwartet dich die Sonne,
Licht, so viel wie es nur gibt.
Vergiss nicht, mein kleiner Flieger,
dass es ohne Dunkelheit keinen Lichtblick gibt.
©JvP

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Dunkles Vampirblut

Sie stand an der Tischtennisplatte und schaute zu,
da stellte ihr jemand ein paar Vampire vor.
Augen funkelten und störten die Ruh,
gefangen war sie nun hinter dem Tor.

Nicht ahnend, dass es Monster waren, schlief sie die Nacht,
am nächsten Tag sind die Vampire jedoch mit aufgewacht!
Deren Jagd unterlag sie von dort an dann,
es gab keine Strecke, die sie gewann.

Sie versteckte sich wo sie nur konnte und betete viel,
dabei sagten die Vampire täglich, dass sie ihnen gefiel.
Die Augen blau wie der Himmel und Zähne so scharf wie Messer,
sie logen ihr eine Wahrheit vor und wurden darin immer besser.

Das Mädchen fing an die Lügen zu glauben und machte sich was vor,
dabei schoss sie sich jeden Tag ein talentiertes Eigentor.
Sie schämte sich sehr, denn sie behandelten sie doch gut,
insgeheim da starb sie täglich durch das vergiftete Vampirblut.

Denn nur so konnte sie letztendlich überleben,
durch sich selber eine Lüge zu erzählen,
und damit in der Lüge zu leben,
sie könnte das alles heile überstehen.
©JvP

Einzigartiges Denkmal

Denn letztendlich ist doch alles egal,
wir wollen aber alle ein unendlich großes Denkmal,
doch erinnern wird sich niemand an uns.

Vielleicht ein paar Wörter verewigt in Stein,
vielleicht auch ein paar Geschriebene,
über wer wir mal waren, aber nicht wer wir sind.
Letztendlich gibt es dann nur noch Geschichten,
niemand der sich noch an die wahre Person erinnert,
niemand, in den sich die Leute verliebten.

Er oder sie verewigt auf Fotos,
in Zeitungen und im Radio,
in den größten Parties mit seinen oder ihren Mottos.
Er oder sie bewegte die Welt,
drehte auf dem Laufsteg oder wurde zum Held.
Aus Marmor erbaut steht er oder sie,
gefangen in nur einer Sicht wie nie.
Leute die sich neben ihn oder sie stellen,
in der neuen Zeit, doch nur aus Gefallen.
Begegnet sind sie ihn oder sie doch nicht,
sagen trotzdem „guckt mal, dort ist er oder sie“,
doch kennen werden sie die Person nie aus ihrer Sicht.

Er oder sie lächelte der Welt zu,
winkte vor den Kameras,
bekam tausend Briefe und las.
Manchmal antwortete er oder sie vielleicht,
wollte sich zwingend in die Herzen schließen,
ohne von der großen Bühne zu fliegen,
ohne sich selber zu verlieren,
als Niemand enden wollte er oder sie ja nicht.
Menschen reden noch heute über ihn oder sie,
doch kennen werden sie die Person nie aus ihrer Sicht.

Er oder sie wird auch mal gehen,
danach ist keinem Gewiss, was die Person wird sehen,
ob er oder sie zufrieden sein wird im Todesleben.
Denn danach sind alle gleich,
in der Erde, Feuer, Tod und dann ist es egal,
ob jemand hat ein Denkmal.
Er oder sie war nicht nur diese Person,
die jeder kannte und in Berühmtheit saß auf einem Thron,
sondern noch so viele andere Seiten hatte,
die unter gingen in dem ganzen Gequatsche.

Er oder sie war nicht nur auf dem Laufsteg oder wurde zum Held,
er oder sie hatte vor sich eine ganze Welt,
die er oder sie nicht richtig erkennen konnte.
Denn letztendlich wollte er oder sie nur ein Denkmal erschaffen,
und vergaß dabei einfach die Sachen zu machen,
die er oder sie im Leben erreichen wollte,
vielleicht auch sein wollte,
um sich selber zu erinnern.

Denn letztendlich ist doch alles egal,
wir wollen aber alle ein unendlich großes Denkmal,
doch erinnern wird sich niemand an uns.

Denn wenn wir uns bedenken,
dass die Menschen nur eine Seite sehen werden,
sind wir nicht die Statue, das Foto oder der Held,
von dem gesprochen wird.
Wir sind so viel mehr: Nicht ersetzbar,
nicht eingravierbar.

Wir sollen Leben wie wir wollen und all die Sachen machen,
damit wir am Ende unseres Lebens in unserem Kopf,
ein einzigartiges Denkmal erschaffen.

©JvP

Lass uns frei sein

Vielleicht sind wir alle zu objektiv
Zu passiv-aggressiv
Zu selbstverliebt
Obwohl wir uns hassen

Lass uns gemeinsam das Leben leben,
nicht tun was andere von uns verlangen, sondern lass uns unsere eigenen Herzen beben.
Glücklich sein mit dem Mond der lacht, die Sterne am Himmel und Leuchten bei Nacht.
Lass einfach davon laufen, ohne ein Rucksack und ohne zu viel nach zu denken,
einfach frei sein von Regeln und anderen Lebewesen.
Lass uns dem Wind zu winken und ihm helfen beim Pusten,
die Gänseblümchen fliegen lassen und einfach ganz lebendig losprusten.
Lass über Wiesen gehen mit unseren nackten Füßen und wieder wie Kinder werden,
vielleicht überqueren wir so alle Hürden und Absprünge unserer innersten Berge.

©JvP


Ich sollte wohl kurz erwähnen, dass meine Grammatik nicht perfekt ist und dass ich das auch weiß. Aber ich übe immer und lerne immer mehr dazu.

wartende Zeit

*  Wo die Sterne scheinen bei Nacht, sind die Träume aufgewacht *

Die Sterne leuchten in deinen Augen, auch wenn nur ich sie sehen kann.
So wie das Universum uns die Galaxien nur in der Fantasie zeigen kann.
Die Unendlichkeit für den Augenblick, muss reichen damit wir sind.
In der Atmosphäre ist Liebe und umhüllt die Erde auf dem Wind.

Der Mond grüßt uns mit Geschichten, gibt die Wahrheit preis für uns.
Planeten drehen sich, reflektieren Persönlichkeiten des Individuums.
Regen tanzt im Ursprung der Geschichte und singt so süße Lieder.
Wir Wesen gehen mit ihnen mit und lassen uns im Leben nieder.

Dunkelheit entsteht durch Licht, der Schatten spiegelt unseren Geist.
Durch Furcht und Kraft gibt uns Hoffnung eine süße und laute Gewissheit.
Mutig ist das Innere, stark wie die Farben auf der unverkennbaren Welt.
Vielleicht wird die Zeit eine Welt erschaffen, wo Frieden jedem hier gefällt.

©JvP

Geschlossene Tür

Als du mir in die Augen sahst und ich die Wahrheit erkannte, war es schon zu spät

Du sahst mir in die Augen, mit diesen eigenartigen Blick.
Suchtest eine Antwort, doch es funktionierte nicht.
Immer besser wurdest du, ich verlangte nach dem Trick.
Wollte daran teilhaben, doch nur ein Lächeln im Gesicht.

So oft versuchtest du, warst auf eine Antwort aus.
Wusstest ich wollte reden, nur Stille schoss heraus.
Die Wand fing an zu bröckeln, ich suchte nach einen Halt.
Deine Augen sprachen die stille Antwort aus, die in mir hallt.

Ich versuchte gegen meine eigene Verteidigung zu kämpfen.
Wollte dir alles sagen, wollte nicht mehr wegrennen.
Insgeheim da dankte ich dir für dein gutes Gespür.
Da stand ich auf, ging durch die Öffnung und schloss die Tür.

©JvP

Vielleicht

Vielleicht habe ich auch fürs Schreiben meine Worte verloren
als ich begann, auch daran nicht mehr zu glauben.
Als ich die Tastatur in Blick nahm und meine Finger sich legten
und ich kein Satz mehr raus bringen konnte,
als die Gedanken dann einfach verschwanden,
weg waren und nicht mehr kamen.

Vielleicht sollte ich aufhören etwas nachzujagen,
Träume zu verwirklichen,
die nicht zu verwirklichen sind.
Weil es einfach nicht sein sollte.
Und ich nach all den Jahren vielleicht aufhören sollte
für etwas zu kämpfen,
das sich nicht lohnt.

Vielleicht muss ich erwachsen werden.
Der Realität in die Augen schauen und vor ihr nieder knien,
nieder schauen und den Traum bei Seite legen.
Irgendwann werden wir alle erwachsen,
erkennen, dass Fantasie wundervoll ist
und uns doch zerbrechen kann,
und sogar die innere Stimme stehlen kann,
weil wir aufhören daran zu glauben,
wenn wir auf den harten Boden landen.